ÖDP-Fraktion fordert Hitzeaktionsplan und Umsetzung der Klimprax-Ergebnisse

Anträge zur nächsten Stadtratssitzung

Seit nunmehr drei Monaten hält Hitze und Trockenheit im Wechsel mit Starkregenereignissen und Stürmen Deutschlands Städte in Atem. Steine und Beton erhitzen über Tag und halten die Hitze auch nachts in der Stadt. Temperaturunterschiede von bis zu 9 Grad Celsius zwischen Stadt und Land sind keine Seltenheit. Natürlich ist auch Mainz betroffen: Obwohl die Mainzer Thermalkarte seit 20 Jahren die Hitzeinseln der Stadt aufzeigt, wähnt man sich in Mainz, anders als in vielen anderen Städten, zu Themen wie Hitzeaktionsplan, Hitzewarnung, Wetterwarnung im Tal der Ahnungslosen. So antwortet die Website der Stadt auf diese Suchbegriffe mit: „Ihre Suche ergab keine Treffer.“

Die ÖDP-Fraktion drängt daher darauf, nun endlich die Ergebnisse des Projekts „Klimprax“ in einen „Städtebaulichen Rahmenplan Klimaanpassung“ zu gießen. Zusätzlich soll ein Hitzeaktionsplan die Menschen in Mainz bei künftigen Hitzeperioden und Unwetterereignissen schützen. Entsprechende Anträge hat die Fraktion bereits für die kommende Sitzung des Stadtrats am 12. September 2018 eingebracht.

„Kommunale Hitzeaktionspläne sind noch nicht sehr verbreitet“, räumt die Umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Ingrid Pannhorst, ein. Doch Mainz könnte deutlich weiter sein: Bereits Ende 2013 hatte die ÖDP-Fraktion den Antrag „Cool City“ in den Stadtrat eingebracht. „Unser Antrag wurde von der CDU als Unsinn deklariert, die SPD-Riege hat sich vor Lachen die Schenkel geklopft und die Grünen haben gekniffen, obwohl sie es besser wissen müssten. Wir hätten längst so manchen Bauriegel verhindern, Hinterhöfe begrünen, die Grünsatzung aktualisieren und eine entsprechende Monitoringstelle schaffen können.“


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