ÖDP/Freie Wähler zur Mainzelbahn

Augustin schießt ohne Not gegen die Erweiterung der Straßenbahn

Mainz. Die Stadtratsfraktion ÖDP/Freie Wähler hat sich seit Beginn der Planungen für die neue Straßenbahnlinie zum Lerchenberg ausgesprochen. „Selbstverständlich muss sich die gewaltige Investition auf 365 Tage im Jahr und über die gesamte Abschreibungsdauer rechnen“, stellt der Fraktionsvorsitzende Dr. Claudius Moseler klar. ÖDP/Freie Wähler fordern hierzu eine klare Kosten-Nutzen-Rechnung, die spätestens vorliegen muss, wenn der Stadtrat endgültig über den Bau der neuen Trasse entscheidet. „Es ist aber unseriös und populistisch, wenn Lukas Augustin (CDU) der Straßenbahn angeblich aus Kostengründen jetzt schon eine definitive Absage erteilt, ohne überhaupt valide Daten zu deren Wirtschaftlichkeit zu kennen“, so Moseler.

„Die meisten Detailfragen – wie etwa der genaue Streckenverlauf – wurden bereits im Sinne der Mainzer Bürgerinnen und Bürger geklärt. Wir haben diesen Prozess kritisch begleitet“, verweist Moseler auf den weit fortgeschrittenen und bislang positiven Planungsstand. „Der Abschnitt bis zur Fachhochschule und Universität ist aus unserer Sicht zwingend notwendig“, mahnt auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Felix Leinen. “Die massiven Verkehrsströme durch die Studierenden, aber auch das auf der Strecke liegende Gutenberg-Center sowie das ZDF auf dem Lerchenberg als zwei der größten Arbeitgeber der Stadt Mainz rechtfertigen den Streckenausbau auf jeden Fall.“

Die Straßenbahn sei zudem eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel und damit ein Muss für eine in die Zukunft gerichtete Verkehrspolitik – leider hat hier Mainz viele Jahre nicht gehandelt. „Dem Bund ist dies einen Zuschuss von satten 50 Mio. Euro wert“, erinnert Moseler. „ Wenn wir das Geld nicht für die Verbesserung unserer Infrastruktur nutzen, dann werden andere Städte das Geld erhalten.“


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