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ÖDP lehnt Bebauung von Ostfeld/Kalkofen in Wiesbaden ab

Projekt kappt für Mainzer Innenstadt wichtige Kaltluftbahn

Die Mainzer ÖDP-Stadtratsfraktion schließt sich den Forderungen der Aktionsgemeinschaft „Hände weg von Os/Ka“ gegen die Bebauung des Ostfeld/Kalkofen in Wiesbaden an. Es wird Zeit, dass Mainz bei der Nachbarstadt Wiesbaden deutlicher gegen das Projekt interveniert. Denn schon nach der Sommerpause soll in Wiesbaden über die städtebauliche Maßnahme abgestimmt werden, viel zu voreilig.

Die ÖDP teilt nicht nur die Bedenken der Aktionsgemeinschaft hinsichtlich der für Wiesbaden selbst negativen Auswirkungen des Projekts, sondern weist vor allem auf die massiven Verschlechterungen für die Mainzer Innenstadt hin: „Das Projekt kappt für Mainz wichtige Kaltluftströme, die vor allem in heißen Sommernächten für Abkühlung in der ohnehin schon überhitzten Mainzer Innenstadt sorgen“, mahnt ÖDP-Stadträtin Dagmar Wolf-Rammensee. Die Ergebnisse des gemeinsamen Projekts zur Klimaentwicklung in Mainz und Wiesbaden „KLIMPRAX“ belegen diese Beeinträchtigungen für das Klima in der Mainzer Altstadt und der südlichen Neustadt.

Zwar hat die Stadt Mainz diese Bedenken in Wiesbaden bei der dort für das Projekt zuständigen Stadtentwicklungsgesellschaft SEG vorgetragen – allerdings bisher ohne spürbare Ergebnisse. Auf eine Anfrage der ÖDP-Stadtratsfraktion Ende März 2020 hatte Oberbürgermeister Michael Ebling geantwortet: „Die Stellungnahme der Stadt Mainz war Gegenstand einer Besprechung bei der SEG am 31. Oktober 2019. Eine Prüfung und gutachterliche Bearbeitung der Anmerkungen wurde seitens der SEG für das weitere Verfahren zugesagt.“

Die zugesagte „Prüfung und gutachterliche Bearbeitung“ steht allerdings bisher noch aus. Dem Mainzer Stadtrat wurde zumindest nichts dergleichen bekanntgegeben. Wolf-Rammensee kritisiert: „Dass nun in Wiesbaden über die Ostfeldbebauung abgestimmt werden soll, noch bevor die durch die KLIMPRAX-Studie nachgewiesenen Bedenken ausgeräumt werden konnten, ist nicht nur für viele engagierte Wiesbadener wie die Aktionsgemeinschaft Os/Ka ein Schlag ins Gesicht, sondern zeichnet auch ein unschönes Bild vom nachbarschaftlichen Verhalten der beiden Städte.“ Die Stadt Mainz sollte sich vehement gegen dieses Projekt zur Wehr setzen.

Dagmar Wolf-Rammensee


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